CS-Gas

Kleine Grundinformationen über Abwehrsprays mit CS-Gas Wirkstoff.

CS Gas

CS Gas ist ein sogenanntes Abwehrspray, welches Reizstoffe enthält, durch die man einen Angreifer abschrecken und in die Flucht schlagen kann, ihm zugleich aber auch die Möglichkeit nimmt weiter anzugreifen, da er durch die Reizungen zum einen Schmerzen hat, zum anderen aber auch vorrübergehend nicht mehr richtig sehen kann. Seit etwa den 70er Jahren wird CS Gas sowohl von Sicherheitsdiensten und der Polizei, als auch von privaten Personen zur Abwehr von angreifenden Hunden und als Mittel zur Notwehr verwendet, allerdings wurde es ab Ende der 90er Jahre durch das Erscheinen von Pfefferspray nach und nach verdrängt und ausgetauscht, was verschiedene Gründe hatte.

Zum einen ist es natürlich so, dass CS Gas etwas unsicherer ist als normales Pfefferspray, denn der Reizstoff im CS Gas wirkt nicht auf jeden Menschen gleich und es gibt auch Menschen, die darauf gar nicht reagieren, wohingegen man auf Pfefferspray in jedem Fall reagieren wird, da scharfe Stoffe immer eine Reizung zur Folge haben. Die Wirkung von CS Gas ist dabei recht breit gefächert, denn zum einen kann es ein Stechen und Brennen in den Augen zur Folge haben, aber auch extremen Nasenfluss und Tränenfluss. Zudem kann es zu einem Brennen auf der Zunge, Husten und Übelkeit kommen. Anders als Pfefferspray darf CS Gas auch gegen Menschen verwendet werden, allerdings nur zur Notwehr und in Notsituationen.

Was oftmals ein Problem ist, wenn CS Gas verwendet wird, ist das viele dieser Sprays einen breiten Strahl ausstoßen, der als eine Art Nebel auf den Gegner abzielt, so dass man mit dem Strahl auch ein beweglichen Ziel treffen kann. Das heißt aber leider auch, dass sich das Gas breiter verteilt und man unter Umständen selbst Gefahr läuft, von der Reizung betroffen zu werden, wenn man sich zum Beispiel bewegt und dabei durch die Reizstoffe hindurch gehen muss oder man das Spray in einem geschlossenen Raum anwendet. Außerdem ist bei der Verwendung von CS Gas auch die Gefahr recht groß, dass man die eigene Kleidung und die Haut mit den Reizstoffen benetzt, so dass es auch geraume Zeit nach der Verwendung noch zu einer Eigenreizung kommen kann, die man vermeidet, indem man einen Neutralisator auf sich gibt oder Kleidung wechselt und gründlich dafür sorgt, alle Reizstoffe von Haut und Haaren zu entfernen, ehe es zu einer Reaktion kommen kann. Ein Erste Hilfe Spray, durch das man die Effekte des Sprays lindern kann, ist eine sinnvolle Ergänzung, auf die man nicht verzichten sollte.